Anfahrt von Pietra Ligure nach Menton entlang der Küstenstraße ca. 95km – 3h 15min!

Ist schon spannend, wenn man pro 30 Kilometer eine Stunde benötigt oder? Aber diese Fahrt zahlt sich aus – nur entlang der Küste – so richtig italienischen Flair inhalieren. Inklusive vieler Orte, wo dich Mopeds von links, von rechts überholen, so viele Autos rumfahren, dass es sich nur staut und von den verrückten Menschenmassen gar nicht zu sprechen. Derwegen wunderschön – sollte man machen!

Angekommen in Menton, war das Wetter leider nicht mehr so ideal. Zuerst wiedermal eine verrückte Parkplatz-Suche und dann fing es an zu Gewittern. Wir blieben erstmal 30 Minuten im Bus – da war nicht daran zu denken, daß wir nur annähernd rumlaufen könnten. Aber danach startete das Abenteuer Frankreich. Wir suchten gleich mal Kontakt mit einem Franzosen – in einem französischen kleinen Spar in Menton. Ein nettes Bonjour an der Kassa von uns und schon ging die Post ab. So nett die Franzosen – Englisch ist nie ein Problem.. unglaublich. Die Franzosen fahren ja auch so rücksichtsvoll, blinken fast alle überall – quasi unbekannt. Ja und die Stadt selbst ist ja entzückend – lädt schön zum flanieren am Strand entlang, oder auch in der Innenstadt. Tolle Geschäfte – bei vielen einfach vorbeigehen, weil viel zu gut. Nur an dieser gewissen Zitrone sind wir überhaupt nicht vorbeigekommen.. da hats uns komplett gepackt. Also wir sagen nicht mehr als: Nehmt diese Zitrone ernst.

Nach ein paar wenigen Stunden (auch weil wir in einem Lokal den Regen abgewartet hatten und unser erstes französisches Bier zu uns nahmen), suchten wir unseren Campingplatz. Weit weit oben – mit schrecklichen nie endenden Serpentinen mit 180 Grad Kurven – unser nächster Schreckensplatz. Wer hat diesen Mist denn gebucht!? Begrüßt wurden wir von einem irrsinnig netten Franzosen (nach eigenen Angaben vor 20 Jahren noch nicht geboren), der so gesprächig in gutem Englisch mit uns endlos über Frankreich, wie man Sachen ausspricht, wie die Städte so sind, geplaudert hatte. Sowas nettes aber auch – wir wurden so richtig aufgeklärt 🙂 Ein richtig richtig nettes Kerlchen – wieder mal arg – Franzosen halt.

Am Abend machten wir uns dann auf den Weg Richtung Menton RUNTER – über unzählige Stufen, die wie sich später rausstellte, beim RAUFGEHEN sogar noch mehr wurden… wirklich… keine Lüge! Im Kern angekommen fanden wir auch einen wirklich authentischen Italiener – eine Nonna. Der Einfluss Italien ist sowieso sehr stark geprägt – also man findet auf jeder Karte immer was italienisches. Hat uns verwundert irgendwie… wird uns wahrscheinlich noch mehr wundern. Jedenfalls das Essen war wirklich ausgezeichnet – so authentisch gut schon lange nicht mehr gegessen. Eine schöne Stadt ist Menton – mit einigen schönen (oder auch nicht) Stufen – wenn man nicht einen besseren Stellplatz hat. Jedenfalls Bonjour la France!

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